dekade PM

1 Jahr „Weltdekade für Menschen Afrikanischer Abstammung“ in Deutschland: Der Ausschuss für Menschenrechte des Bundestages trifft sich mit VertreterInnen von Organisationen der afrikanischen /Schwarzen Community

22.Juni 2017 – Anlässlich des ersten Jahrestages der deutschen Eröffnung der Weltdekade für Menschen Afrikanischer Abstammung empfängt der Bundestagsausschuss für Menschenrechte und Humanitäre Hilfe heute VertreterInnen der afrikanischen/Schwarzen Community in Deutschland. Das Ausschussgespräch findet im Beisein eines Vertreters der Vereinten Nationen statt.

Die vom Zentralrat der Afrikanischen Gemeinde geleitete zivilgesellschaftliche Delegation wird mit den Mitgliedern des Ausschusses die menschenrechtliche Situation von Menschen afrikanischer Abstammung sowie den politischen Handlungsrahmen der Dekade diskutieren. Dabei geht es vor allem um die Schwerpunkte Anti-Diskriminierung, Anerkennung der besonders vulnerablen Gruppen, deutscher Kolonialismus sowie Menschenrechtsbildung. Die anwesenden Organisationen vertreten die Positionen verschiedener Gruppen innerhalb der Gemeinden.

Dazu erklärt der Vorsitzende des Bundesdachverbandes Zentralrat der Afrikanischen Gemeinde in Deutschland, Moctar Kamara: „Die Bundesregierung hat in ihrem kürzlich veröffentlichten Nationalen Aktionsplan zur Bekämpfung von Rassismus in Deutschland den Rassismus gegen Schwarze Menschen anerkannt und die Weltdekade für Menschen afrikanischer Abstammung als wichtigen Anlass genommen, um rassistische Diskriminierung entgegenzuwirken. Es sollen jetzt konkrete und wirksame Maßnahmen zur Bekämpfung dieser Form von Rassismus in Absprache mit Selbstorganisationen von Menschen mit afrikanischer Herkunft folgen; dazu gehören auch Finanzmittel. Das heutige Ausschussgespräch ist ein erster wichtiger Schritt in diese Richtung.“ Die Dekade wurde 7. Juni 2016 wurde in Deutschland im Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend offiziell eröffnet. Gastgeber waren die Antidiskriminierungsstelle des Bundes sowie der Zentralrat der Afrikanischen Gemeinde. Sie verfolgt das Ziel, Rassismus und rassistische Diskriminierung zu bekämpfen und den gesellschaftlichen Beitrag von Menschen afrikanischer Abstammung anzuerkennen.

Kontakt:

Moctar Kamara

Vorsitzender Zentralrat der afrikanischen Gemeinde in Deutschland e.V.

G20 Afrika

Zentralrat der afrikanischen Gemeinde in Deutschland wurde zum Gipfel Partnerschaft mit Afrika eingeladen. Moctar Kamara, unser Vorsitzender hat den Verband beim Gipfel vertreten.

Gedenkmarsch 2017

Der Gedenkmarsch von Menschen afrikanischer Herkunft für das Jahr 2017

Unser traditionelle “Gedenkmarsch (der 11.) in Erinnerung an die afrikanischen/Schwarze Opfer von Versklavung, Handel mit Versklavten, Kolonialismus und rassistischer Gewalt”, der dieses Jahr am 25.02.2017 stattfand,war dieses Jahr auch sehr erfolgreich.
Danke an alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen.
Bitte notieren: der nächste Gedenkmarsch findet am 24.02.2018 in Berlin statt.


Bild: u.a Vorstand des Zentrlrates der afrikanischen Gemeinde: Hammidou Bouba, Marianne Balle Moudoumbou, Moctar Camara

Decade African Descent

Offizielle Eröffnung der UNO Dekade für Menschen afrikanischer Abstammung in Deutschland

Die Vereinten Nationen haben die Internationale Dekade für Menschen Afrikanischer Abstammung für den Zeitraum 2015 bis 2024 ausgerufen.
Am 7. Juni 2016 wurde die UN-Dekade in Deutschland eröffnet.
Die Eröffnung fand im Beisein des Hochkommissariats der Vereinten Nationen für Menschenrechte statt.
Der Zentralrat der Afrikanischen Gemeinde, die Antidiskriminierungsstelle des Bundes und Engagement Global richteten die Veranstaltung gemeinsam aus.

Zur historischen Eröffnung der Internationalen Dekade für Menschen Afrikanischer Abstammung erklärte der Vorsitzende des Zentralrats der Afrikanischen Gemeinde, Moctar Kamara:

“Die Dekade ist nicht die Dekade für Menschen afrikanischer Abstammung, sondern die Dekade der Menschen afrikanischer Abstammung, was für uns bedeutet, dass Menschen afrikanischer Herkunft die Möglichkeit bekommen sollen, die Themen der Dekade selbst zu bestimmen und Unterstützung bei deren Umsetzung erhalten.
Unter Anerkennung verstehen wir - Menschen afrikanischer Abstammung - die Rehabilitierung
der Geschichte Afrikas und die Wiederherstellung der Würde von Menschen afrikanischer Herkunft, die durch kolonial-rassistische Ideologien und Unterdrückung dauerhaft beschädigt wurde.”

Die Dekade verfolgt das Ziel, durch noch stärker aufeinander abgestimmte Anstrengungen, rassistische Diskriminierung zu bekämpfen und den gesellschaftlichen Beitrag von Menschen Afrikanischer Abstammung zu würdigen. Der Zentralrat der Afrikanischen Gemeinde unterstützt die Dekade als Schirmherr der Aktivitäten für ihre Durchführung in Deutschland.

Nachruf

Verst_Botschaft_Senegal

Nachruf zum Tod des Botschafters der senegalesischen Republik in Deutschland.

(Berlin, 20. April 2016). Mit großer Bestürzung erreicht uns die sehr traurige Nachricht, dass S.E. El Hadji Aboul Aziz Ndiaye, Botschafter der Republik Senegal, gestern von uns gegangen ist.

Wir sind zutiefst erschüttert über den tragischen Verlust eines großen Diplomaten und eines geliebten Vaters, Bruders und unermüdlichen Unterstützers der Afrikanischen Community in Deutschland und weltweit.

Als Botschaftsrat für internationale Angelegenheit in Genf hat er die Weltkonferenz gegen Rassismus von Durban, 2001 mitinitiiert und maßgeblich zur deren Planung, Umsetzung und Erfolg beigetragen.

Als Erster Botschaftsrat in Berlin, Botschafter in Brasilien, in Argentinien und zuletzt in Berlin war er für seine große Kompetenz, Höflichkeit und freundlichen Umgang von allen geschätzt. Es war ein wahrer Sohn Afrikas, der sich für die Belange seines Landes, des gesamten afrikanischen Kontinents und der afrikanischen Diaspora eingesetzt hat und den panafrikanischen Geist in Gedanken und Taten für immer verkörpern wird.

Es ist schwer tröstende Worte zu finden, wenn sich ein Mensch, der uns in diesem Maße einen Teil unseres gemeinsamen Weges begleitet hat, von uns verabschiedet.

In dieser schweren Stunde begleiten unsere Gedanken seine geliebte Frau Dieynaba Diallo Ndiaye, seine drei Kinder und seine gesamte Familie und möchten Ihnen, euch, unseren aufrichtigen Beileid aussprechen.

Möge in seinem Sinne die gemeinsame Erinnerung Kraft für die Zukunft geben.

Kondolenzbuch in der Botschaft der senegalesischen Republik - livre de condoléances à l’Ambassade - condolence book Dienstag und Mittwoch 26-27. April 2016, Dessauer Str. 28, 10963 Berlin

S1 Anhalter Bahnhof

Moctar Kamara

Vorsitzender

Zentralrat der afrikanischen Gemeinde in Deutschland e.V.

Zentralrat beim OB Potsdam

Besuch-ZentralratPotsdam

Besuch Afrikanische Gemeinde beim OB Potsdam.infos

Information 194/2015 Potsdam, 31.03.2015

(sz)

Oberbürgermeister empfängt Zentralrat der Afrikanischen Gemeinde

Oberbürgermeister Jann Jakobs hat heute Marianne Ballé Moudoumbou und den Vorsitzenden des Zentralrats der Afrikanischen Gemeinde in Deutschland, Moctar Kamara, im Rathaus zu einem einstündigen Gespräch empfangen. Dabei ging es um allgemeine politische Fragen, Antirassismus-Themen und das Sinterklaas-Fest in Potsdam. Letzteres lieferte auch den Anlass zu dem Treffen.

*Wir haben uns über die traditionelle Darstellung des alljährlich stattfindenden Sinterklaas-Festes und die Historie in den Niederlanden, aber auch bei uns unterhalten*, sagte Oberbürgermeister Jann Jakobs.
*Und ich habe zugesichert, dass wir uns mit dem Veranstalter im Vorfeld darüber verständigen wollen, wie es in diesem Jahr weitergehen soll.* Der Oberbürgermeister habe zudem angekündigt zu prüfen, inwieweit künftig ein Antidiskriminierungspassus in die Veranstaltungsgenehmigungen eingebaut werden kann.

Im vergangenen Jahr war es erstmals zu Kritik am Sinterklaas-Fest gekommen * vor allem wegen der Darstellung des Begleiters des Sinterklaas, der *Zwarte Piet*. Der Sinterklaas ist eine Art niederländischer Nikolaus, der traditionell am 5. Dezember die Kinder beschenkt.

Decolonize Deutschland!

25.2.2015 Pressemitteilung des Komitees für ein afrikanisches Denkmal in Berlin (KADIB), des Zentralrats der afrikanischen Gemeinde in Deutschland und solidarischer NGO

Decolonize Deutschland!

Zentrale Abschlussveranstaltungen zum 130jährigen Gedenken an die Berliner Afrika-Konferenz am 28. Februar in Berlin: Deutschlands afrikanische/Schwarze Community und solidarische Organisationen fordern symbolische und materielle Reparationen für Kolonialismus, Versklavung und rassistische Gewalt

Heute vor 130 Jahren ging die vom deutschen Reichskanzler Otto von Bismarck nach Berlin einberufene Kongo- oder Afrika-Konferenz (15.11.1884 -26.02.1885) zu Ende. Auf der Konferenz einigten sich das Deutsche Reich, die USA, das Osmanische Reich und europäische Mächte wie Österreich-Ungarn, Belgien, Dänemark, Frankreich, Großbritannien, Italien, Niederlande, Portugal, Russland, Spanien und Schweden-Norwegen darauf, Afrika - wie einen Kuchen - aufzuteilen.

Moctar Kamara , Vorsitzender der Zentralrates der afrikanischen Gemeinde in Deutschland, erklärt dazu: „Der 26. Februar wäre der Tag, an dem die Bundesregierung zur kritischen Auseinandersetzung mit dem deutschen Kolonialismus und Rassismus beitragen könnte. Stattdessen fördert sie – vor allem mit ihrer Leugnung des Genozids an den Herero und Nama und der Kolonialverbrechen in Tansania, Ruanda, Togo und Kamerun - die kollektive Verdrängung der Kolonialgeschichte in diesem Land.“…..Weiterlesen

Offener Brief an Herrn Dr. Phillip Lengsfeld - Betr. M-Strasse Berlin

Moctar Kamara
Vorsitzender
Zentralrat der afrikanischen Gemeinde in Deutschland e.V.
Berlin, 26.01.2015

An Herrn Dr. Philipp Lengsfeld
MdB,

Per Mail

Betr.: Ihre Stellungnahme vom 22.01.2015 bzgl. der Berliner M-Straße
Sehr geehrter Herr Dr. Philipp Lengsfeld,

als ich Ihre Stellungnahme bezüglich der Ansage der M-Straße durch Dieter Hallervorden im „Tagesspiegel“ gelesen habe, habe ich zuerst gedacht, Sie wären falsch zitiert worden. Ich habe dann Ihre Webseite besucht und das Original Ihrer Pressemitteilung gelesen. Zuerst eine kleine Richtigstellung: Herr Dieter Hallervorden wurde niemals von postkolonialen Aktivisten und Aktivisten der Schwarzen Community zum Verantwortlichen für den Namen M-Straße gemacht, wie Sie schreiben. Herr Hallervorden hat vor zwei Jahren die rassistische Praxis von Black Facing in seinem Theaterstück “Ich bin nicht Rappaport” wiederbelebt. Für die afrikanische und Schwarze Community in Deutschland ist eine Person, die rassistische Klischees bzgl. Schwarzer Menschen verbreitet, noch weniger als jeder andere geeignet, einen diskriminierenden Straßennamen anzusagen. Es ist, als ob Herr Hallervorden nun auch noch einen Preis bekäme für seine fragwürdige Haltung bzgl. Black Facing….weiterlesen: Offener-Brief-an-MdB-Lengsfeld-26.01.2015

Anzeige wegen Volksverhetzung gegen Herrn Prof. Winfried Stöcker

Pressemittteilung:
Berlin, 21.12.2014

Der Zentralrat der afrikanischen Gemeinde in Deutschland e.V.
stellt Anzeige wegen Volksverhetzung gegen Herrn Prof. Winfried Stöcker

In einem Interview mit der „Sächsischen Zeitung“ vom 18.12.2014 begründet Herrn Prof. Winfried Stöcker seine Absage des Benefizkonzerts zugunsten von Flüchtlingen wie folgt:

„In jedem Fall missbrauchen es [das Asylrecht] die Afrikaner, die ungebeten übers Mittelmeer zu uns gelangen. Ich würde sie sofort wieder nach Hause schicken, dann lassen die nächsten solche gefährlichen Bootstouren bleiben, und keiner ertrinkt mehr – die einzige wirksame Prävention, besser als ein Aufruf des Papstes. Die reisefreudigen Afrikaner sollen sich dafür einsetzen, dass der Lebensstandard in ihrem Afrika gehoben wird, anstelle bei uns betteln zu gehen. Jeder Mensch verdient Mildtätigkeit. Aber jeder Mensch muss auch seinen Pflichten nachkommen. Jedes Volk muss sich seiner Peiniger und Tyrannen selbst entledigen. Jeder wehrtaugliche Mann in Syrien muss seine Familie schützen (…).“

Weiter heißt es in seinen Begründungen u.a : „Die Menschen müssen sich trotzdem selbst organisieren und sich selbst helfen. Vor zwanzig Jahren haben sich in Ruanda die Neger millionenfach abgeschlachtet. Hätten wir die alle bei uns aufnehmen sollen?“
Quelle: http://www.sz-online.de/nachrichten/sie-haben-kein-recht-sich-hier-festzusetzen-2997815.html

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Strafanzeige_zentralrat_gegen_Stöcker_

Zentralrat im Bundestag

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Der Zentralrat hat im Rahmen von Kontaktpflege zu Politik, MdB Dr. Karamba Diaby SPD und Andreas Lämmel CDU besucht.

Dr. Diaby sprach mit dem Vorstand des Zentralrates über den Schwerpunkt seine Arbeit: Bürgerschaftliches Engagement und interkulturelle Öffnung. Der Vorstand unterhielt sich mit Dr. Diaby auch zu Themen Rassismus, Diskriminierung Rechtsextremismus aber auch Radikalismus und weiteren integrationsfeindlichen Aktivitäten. Dr. Diaby empfiehlt dem Vorstand, sich für mehr Menschenrechtsbildung und Demokratie zu befassen.

Das Treffen des Vorstandes des Zentralrates mit dem MdB Andreas Lämmel befasste sich mit entwicklungspolitischen Themen. Zentralpunkt der Unterredung war die Sicherheit. Dazu unterhielten sich der Vorstand und MdB Lämmel über mangelnde institutionelle und juristische Infrastruktur zum Schutz von Investitionen in Afrika, über Terroristische Bewegungen wie Boko Haram in Westafrika. Rohstoffsicherheit war auch Thema bei dem Treffen.